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Rückschau Osterfestival Tirol 2014

Am Ostersonntag, den 20. April 2014, endete das 26. OSTERFESTIVAL TIROL mit Standing Ovations. Das Publikum hatte die Möglichkeit, einem in sich thematisch geschlossenen und vielschichtigen Programm beizuwohnen, das um "spiel T räumen" - ein sehr offenes und assoziationsreiches Motto - einen roten Faden gesponnen hat.

Im Spiel befand sich unter anderem die Jazz-Legende Aki Takase gemeinsam mit der Tänzerin Yui Kawaguchi mit dem Bau einer Stadt in Klavier; das renommierte Quatuor Diotima bespielte mit Schnebels Komposition auf unorthodoxe Weise den Raum des Salzlagers; virtuos und spielerisch interpretierte der junge Geiger Sergey Malov Bachs Cellosuiten auf dem Violoncello da Spalla; die Compagnie Ultima Vez faszinierte mit dem bereits in die Tanzgeschichte eingegangenen, rasanten und fulminanten What the Body Does Not Remember des großen belgischen Choreographen Wim Vandekeybus.

Den Raum erlebte das Publikum gemeinsam mit: dem Kairos Quartett in völliger Dunkelheit durch Georg Friedrich Haas' 3. Streichquartett; Boris Charmatz und seine polarisierende Choreographie enfant, bei der sich Maschinen, Tänzer und Kinder zwischen fünf und elf Jahren im - teilweise energiegeladenen - Miteinander befanden; Olivier Dubois und dem im Halbdunkel vertanzten Stück Élégie - zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Traum und Alptraum.

Wie im Traum verwandelte sich die Zeit in Musik durch den großen Meister des Dhrupad, Ritwik Sanyal; die Musik von Galina Ustvolskaya führte vor allem in der Interpretation von Patricia Kopatchinskaja und Markus Hinterhäuser durch einen Abend extremster Emotionen.

Von Anfängen und Endpunkten erzählten: das Konzert Oswald Sallabergers und Michael Schöchs (mit Werken von Honegger über Schönberg bis hin zu Schostakowitsch); die Musik des Mantovano Hebreo, Salomone Rossi, interpretiert von dem jungen Vokalensemble Profeti della Quinta; die zum ersten Mal nach über 230 Jahren wieder erstrahlte Lukaspassion C.P.E. Bachs in der Wattener Marienkirche und G.F. Händels Jugendwerk La Resurrezione.

Denkanstöße: Kritische Betrachtungen des Spätkapitalismus und Impulse zu unterschiedlichen Sichtweisen gab das literarische Frühstück mit Ilija Trojanow. Auf die positiven Einflüsse gewaltloser Widerstände wurde im Gespräch nach der Tirol-Premiere des vielfach preisgekrönten Films Everyday Rebellion der iranischen Riahi-Brüder eingegangen. Die Reihe .daneben - einzigartige Einstimmungen - verschaffte Einblicke in unterschiedliche Welten der Kunst.

Wir bedanken uns bei allen miwirkenden Künstlern, dem Publikum, unseren Helfern und Unterstützern und freuen uns auf das nächste Jahr!Editorial 2014

  • Geiger
  • Konzert 1
  • Konzert 2