Auf der Bühne versuche ich immer, zu etwas Unbekanntem zurückzufinden – neue Wege für den Körper zu finden, loszulassen und mich in einen Zustand des Zuhörens zu versetzen. Dieser Zustand steht im Zentrum meiner Arbeiten.

Nacera Belaza gehört zu einer der wichtigsten und einzigartigsten Stimmen des zeitgenössischen Tanzes. Sie ist bekannt für ihre minimalistisch-hypnotischen Choreographien. In Algerien geboren und heute in Frankreich lebend, übersetzt sie unterschiedlichste Einflüsse und Tanztraditionen in fesselnde Partituren, die niemanden unberührt lassen. Ich wollte unbedingt Native Americans begegnen, da ich mich ihnen auf gewisse Weise schon immer nahe gefühlt habe – in allem Geschaffenen sehen sie eine heilige Dimension. Dieser geistige und körperliche Zustand hat mich berührt, und seltsamerweise erinnerte er mich an etwas, das man auch bei Algerierinnen und Algeriern findet. Nach der brutalen Kolonialisierung und dem Schwarzen Jahrzehnt blicken sie nicht mehr in die Zukunft – sie sind nach innen gekehrt, geprägt von tiefer Trauer und Verletzung. La Nuée ist – ausgehend davon – eine Suche nach einem gemeinsamen Sinn, einem Kern, einem verbindenden Klang. Es begegnen sich zwei Elemente Belazas Arbeit: der Kreis und der Rhythmus – der eine ordnet den Raum, der andere öffnet die Zeit. Das Publikum wird eingeladen, das Unmögliche zuzulassen: Den Tanz sinnlich zu erfahren, Klarheit in der Dunkelheit wahrzunehmen, Stille im Lärm.

Choreographie: Nacera Belaza

Mit: Paulin Banc, Bastien Gash, Viivi Forsman, Magdalena Hylak, Aimée Lagrange, Pierre Morillon, Eva Studzinski
Bühne: Christophe Renaud
Sound- und Lichtdesign: Nacera Belaza
Sound arrangement: Marco Parenti

Produktion: Association Jazz Ame – Compagnie Nacera Belaza mit Unterstützung von Dance Reflections by Van Cleef & Arpels
Koproduktion: Festival d’Automne Paris; MC93-Bobigny, Chaillot – Théâtre National de la Danse, Kunstenfestivaldesarts; Charleroi Danse, Maison de la Danse, Lyon – Pôle Européen de Création, Villa Albertine – Ambassade de France aux États-Unis, Compagnie DCA / La Chaufferie, La Danse en grande forme (le Cndc-Angers, le CCN-Malandain Ballet Biarritz, La Manufacture – CDCN Nouvelle-Aquitaine Bordeaux · La Rochelle, le CCN de Caen en Normandie, Boom’Structur, la Comédie de Clermont-Ferrand, le Centre chorégraphique national de Grenoble, la MC2: Maison de la Culture de Grenoble, Le Phare-CCN du Havre Normandie, le CCN – Ballet national de Marseille, le CCN d’Orléans, Le Gymnase CDCN Roubaix Hauts-de-France, La Place de La Danse – CDCN Toulouse / Occitanie, La Briqueterie CDCN du Val-de-Marne) mit Unterstützung von ACCN and A-CDCN

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