Lazzaro felice Regie: Alice Rohrwacher
Lazzaro felice ist die Geschichte eines unscheinbaren Heiligen, der keine Wunder vollbringt, der über keine besonderen Fähigkeiten verfügt, keine magischen Kräfte besitzt, eine Geschichte ohne Special Effects. Ein Heiliger, der in dieser Welt lebt und von niemandem etwas Böses denkt, der immer an die Menschen glaubt. Eine Geschichte, die von der Möglichkeit des Gutseins erzählt, die die Menschen immer ignoriert haben und die dennoch immer wieder auftaucht, um sie infrage zu stellen; wie etwas, das hätte sein können, aber was wir niemals gewollt haben. Lazzaro felice ist ein politisches Manifest, ein Märchen über die Geschichte Italiens der letzten fünfzig Jahre, ein Lied. Alice Rohrwacher
Ein paar Dutzend Bauern und Landarbeiter werden an einem abgeschiedenen Ort unter der Herrschaft der Marchesa ausgenutzt. Sie wissen nicht, dass ihre Versklavung längst illegal ist. Es bleibt auch unklar, wann und wo genau sie ihre Fronarbeit verrichten müssen. Lazzaro, der Glückliche, ist einer von ihnen. Und eines Tages wird er womöglich auferstehen, wie sein biblisches Vorbild, wird sich wiederfinden in einer anderen Zeit mit anderen Ausbeutungsmechanismen. Seine Geschichte ist ein Märchen oder ein Mythos, zwischen Erde und Himmel, zwischen Magie und Realismus.
Regie: Alice Rohrwacher
Einführung: Daniel Pöhacker
Drehbuch: Alice Rohrwacher
Kamera: Hélène Louvart; Schnitt: Nelly Quettier
Mit: Adriano Tardiolo, Alba Rohrwacher, Nicoletta Braschi, Tommaso Ragno